Ausbau Erneuerbarer Energien fortsetzen!

 
 

In der Landtagssitzung am 22. Januar 2015 hat der Landtagsabgeordnete Karsten Becker in seiner Funktion als Energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion zum Antrag „Bürgerenergie in Niedersachsen nicht stoppen: Akteursvielfalt erhalten, gesellschaftliche Akzeptanz sichern, regionale Wertschöpfung befördern“ gesprochen.

 

Pressemitteilung
Becker: Ausbau Erneuerbarer Energien fortsetzen!

Der heimische Landtagsabgeordnete Karsten Becker hat in der Landtagssitzung dieser Woche den Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Bürgerenergie in Niedersachsen nicht stoppen: Akteursvielfalt erhalten, gesellschaftliche Akzeptanz sichern, regionale Wertschöpfung befördern“ in seiner Eigenschaft als energiepolitischer Sprecher im Plenum begründet.

Becker führte aus, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch in Niedersachsen mittlerweile ca. 42%, davon 56% Windenergie, beträgt. Damit hat die Windenenergieerzeugung neben der klimarelevanten auch eine enorme struktur- und wirtschaftspolitische Bedeutung in Niedersachsen. Ausbaupotentiale müssten genutzt werden sagte Becker im Landtag.

Die positiven Auswirkungen erstrecken sich auch auf den Arbeitsmarkt. Im Jahr 2013 waren rund 55.000 Beschäftigte in Niedersachsen in der Erneuerbaren-Energie-Branche tätig, davon allein ca. 31000 im Bereich der Windenergie.

Zur Dynamik des Ausbaus hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit seinen Förderprinzipien enorm beigetragen. Zweifelhaft ist, ob der Ausbau auch mit den von der EU ab 2017 geforderten Ausschreibungsmodellen gelingt. Erfahrungen z. B. in Großbritannien haben gezeigt, dass sich unter diesen Rahmenbedingungen primär kapitalstarke Akteure durchsetzen und die Bürgerenergie- und Genossenschaftsmodelle nicht zum Zuge kommen.

Es wird für Niedersachsen darauf ankommen eine Regelung zu finden, Windparks in üblicher Größe, wie sie von Bürgerenergie-Akteuren oder kleinen kommunalen Unternehmen betrieben werden, von der Ausschreibungspflicht zu befreien erklärte Becker im Landtag.

 
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