Integration durch Sport

 
 

Der heimische Landtagsabgeordnete Karsten Becker besuchte jüngst die Geschäftsstelle des Kreissportbundes Schaumburg zu einem Gespräch über die Integration von Flüchtlingen durch Sport.

 

Pressemitteilung (17/167)
Becker: Integration durch Sport

Auf Wunsch des heimischen Landtagsabgeordneten Karsten Becker, der als Mitglied des Innenausschusses auch für den Sport zuständig ist, fand in der Geschäftsstelle des Kreissportbundes Schaumburg, Stadthagen, ein Gespräch über die Integration von Flüchtlingen in Schaumburg statt.

Der Vorsitzende des KSB Schaumburg, Dieter Fischer, Sportreferent Hagen Rank und die Projektleiterin „Sportangebote für Flüchtlinge & Asylsuchende“, Nina Bekemeier, informierten den Abgeordneten umfassend über die Situation im Schaumburger Land. Besonders positiv zu bewerten seien die bereits von vielen Schaumburger Vereinen ergriffenen Initiativen,  in deren Folge auch bereits eine ganze Reihe von Flüchtlinge - vorwiegend in Mannschaftssportarten -  aktiv geworden seien, z. B. als Fußballspieler oder im Tischtennis. Lob gab es ebenfalls für die Kurse des Fahrsicherheitstrainings des KSB, die in Kooperation mit der Kreisverkehrswacht oder dem ADFC durchgeführt werden. Flüchtlingen werden dabei über die geltenden Verkehrsregeln und sicherheitsfördernde Verhaltensweisen informiert. Damit könnten sowohl die Mobilität der Teilnehmer erhöht als auch gesundheitsfördernde körperliche Aktivitäten gefördert werden.
Becker bestätigte, dass der Vereinssport auch nach seiner Überzeugung wertvolle Beiträge zum Gelingen der vor uns liegenden Integrationsaufgaben leisten könne. Für die Integration von Flüchtlingen stehen dem organisierten Sport daher im laufenden  Jahr  rund 1,7 Mio Euro zur Verfügung, bestehend aus Landesmitteln, Glücksspielabgaben, Lotto-Sport-Stiftung Förderung und Zuschüssen eines Bundesprogramms.

Um die Bedarfe für die verschiedenen Sportarten bei den im Schaumburger Land untergebrachten Flüchtlingen zu ermitteln, hat der KSB unter Federführung von Nina Bekemeier gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) einen Fragebogen auch in englischer und arabischer Sprache erstellt, der in allen Flüchtlingsunterkünften verteilt und nach Rückgabe ausgewertet wird. Becker:“ Eine wirklich gute Idee!“

Die Ergebnisse werden den betreffenden Vereinen zugestellt. Aus diesen Erhebungen sind Bekemeier, Fischer und Rank schon jetzt bekannt, dass viele der zu uns geflohenen Menschen bereits in ihren jeweiligen Herkunftsländern sportlich aktiv waren, z. B. als Schwimmer, Marathonläufer aber auch als Fitnesstrainer. Auch unsere Vereine könnten von diesen Menschen durchaus profitieren.

Sorgen bereiten dem KSB-Vorsitzenden Dieter Fischer sowie Becker die Gewalt im Fußball und das unsportliche Verhalten von Spielern, die Gegenspieler mit Migrationshintergrund vorsätzlich provozierten, um „Tätlichkeiten" und Platzverweise zu erreichen. Bei der Ausbildung von Übungsleitern nimmt dieses Thema bereits eine wichtige Rolle ein, teilte Hagen Rank dem Landtagsabgeordneten mit.

Becker bedankte sich beim KSB für die erhaltenen Informationen und sagte seine weitere Unterstützung zu.

Von links nach rechts: Karsten Becker, Hagen Rank, Dieter Fischer und Nina Bekemeier

 
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