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Foto: Karsten Becker

7. Juni 2013: Gespräch mit dem NABU

Gespräch mit dem Vorstand des Kreisverbandes des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.

Pressemitteilung

Becker: Regelmäßige Treffen mit NABU vereinbart

Zu einem Meinungsaustausch hatte der Schaumburger Landtagsabgeordnete Karsten Becker Mitglieder des Vorstandes des Kreisverbandes des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) eingeladen, um über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes zu diskutieren. Unter Führung des stellv. Kreisvorsitzenden Bruno Scheel entwickelte sich schnell eine rege Diskussion mit dem heimischen Abgeordneten, der dem Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtag angehört, und für den viele neue Informationen angesprochen wurden.


Thomas Brandt, Diplom-Biologe an der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM), berichtete über die dortigen positiven Aktivitäten und Maßnahmen. Dazu gehören die Bereiche der Wiederansiedlung von am Steinhuder Meer nicht mehr vorhandenen Wildtieren wie z. B. dem Nerz, die Bestandserfassung von ausgewählten Tier- und Pflanzenarten, der regelmäßigen Wasservogelzählungen sowie der Ermittlung von Grundlagendaten als Basis für Pflege- und Entwicklungsplänen.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Vermittlung von Naturschutzinformationen durch die Führung von Gruppen, dem Anbieten von Exkursionen, der Führung von Informationsgesprächen sowie der Bildungsarbeit mit Schulen.

Dr. Holger Buschmann, der in Heuerßen wohnhafte NABU-Landesvorsitzende, regte an, die ÖSSM Winzlar und ähnliche Einrichtungen in Niedersachsen, zu Biologischen Stationen auszubauen und mit weiteren Aufgaben zu beauftragen. Im benachbarten Nordrhein-Westfalen gibt es bereits über 40 Biologische Stationen, in Niedersachsen jedoch nur ganz wenige. Nach Meinung des NABU-Kreisvorstandes können diese Biologischen Stationen deutlich bessere Ergebnisse vorweisen als Landschaftspflegeverbände.

Becker sagte zu, sich dieses Themas in Hannover anzunehmen. Eine Finanzierung von über 200.000,- Euro pro Station wie in NRW sei jedoch kaum möglich.

Die Naturschützer gaben zu bedenken, dass das Gelingen der großen anstehenden Aufgaben, nämlich die Erstellung eines Niedersächsischen Naturschutzkonzepts und die Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt, im Fachjargon: „Biodiversitätsstrategie für Niedersachsen“, die Bereitstellung hinreichender finanzieller Mittel und ausreichenden Fachpersonals zwingend erfordere. Der NABU sei bereit, sich mit seinen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und Mitarbeitern einzubringen.

Becker hat vor, sich regelmäßig mit dem NABU-Kreisverband zu treffen und die kompetenten Fachleute in die politische Arbeit im Bereich Umwelt- und Naturschutz einzubeziehen.

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