Zum Inhalt springen

3. September 2014: Rückholbarkeit von Atommüll muss integraler Bestandteil eines deutschen Endlagerkonzepts werden

In einer Pressemitteilung berichtet der heimische Landtagsabgeordnete und Energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karsten Becker, über seine Delegationsreise mit dem Nds. Umweltminister, Stephan Wenzel, in die Schweiz.

Pressemitteilung
Becker: Rückholbarkeit von Atommüll muss integraler Bestandteil eines deutschen Endlagerkonzepts werden

„Die Möglichkeit, hochradioaktiven Atommüll der 17 deutschen Atomkraftwerke aus einem Endlager wieder zurück zu holen, muss eine wesentliche Voraussetzung des deutschen Endlagerkonzepts werden“, sagt der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karsten Becker, nach seiner Rückkehr von einer Delegationsreise mit Umweltminister Stephan Wenzel in die Schweiz.

Die Delegation aus Politikern und Umweltfachleuten hatte sich bei einem Besuch in den Schweizer Felslaboren Grimsel und Mont Terri, in denen über die Möglichkeiten einer Atommülllagerung in Granit- bzw. Tongestein geforscht wird, über das Endlagerkonzept der Eidgenossen informiert. Dabei ist nach Beckers Worten „eindrucksvoll deutlich geworden, dass die Endlagerforschung noch lange nicht am Ende ist“ und daher nicht sicher prognostiziert werden könne, dass neuere Erkenntnisse in der weiteren Zukunft eine Anpassung von Endlagerkonzepten erforderlich machen könnten. "Man muss auch zukünftigen Generationen die Chance geben, auf neue Erkenntnisse zu reagieren", so der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Die Rückholbarkeit des Atommülls ist ein wesentlicher Bestandteil des schweizerischen Endlagerkonzepts. Dort geht man davon aus, dass man auch nach dem „Verschluss“ des Endlagers eine Rückholung des eingelagerten Atommülls für ca. 1.000 Jahre möglich ist.

Die Erfahrungen mit dem havarierten niedersächsischen Atommülllager Asse im niedersächsischen Wolfenbüttel, in das schwach- und mittelradioaktive Atomabfälle verbracht worden sind, machen deutlich wie fatal eine Strategie des "aus den Augen, aus dem Sinn“ ist. Die in den 1960er und 1970er Jahren in die Asse verbrachten Atommüllfässer sollen jetzt zurückgeholt werden, nachdem Wassereinbrüche die Stabilität des Salzstocks massiv in Frage stellen.

Vorherige Meldung: Neue Postanschrift: Obernstraße 18, 31655 Stadthagen

Nächste Meldung: Fördermittel für Bückeburg

Alle Meldungen